Spengler

Digitale Publikationsprozesse

  
  

Machbarkeitsstudien, Rentabilitätsrechnungen, XML-Kostenrechner

Zentraler Punkt jeder Prozessveränderung, Systemeinführung oder Investition in neue Technologien sollte die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit sein. Dabei empfehle ich, verschiedene Szenarios zu kalkulieren und alle relevanten Kosten- und Einsparungsfaktoren zu berücksichtigen.
 
Bei Projekten in Zusammenhang mit der Einführung von XML oder SGML bzw. medienneutralem Publizierens ist es oft schwierig, bestimmte Kennzahlen zu erhalten oder Einsparungspotential zu beziffern. Es ist aber nicht unmöglich und sollte immer so realistisch wie möglich eingeschätzt werden. Eine umfassende Investition in medienneutrales Publizieren wie z.B. die Anschaffung eines Content Management Systems macht auch nicht für jedes Produkt oder für jeden Publikationsprozess Sinn und deshalb ist es mir wichtig, immer die Kosten-Nutzen-Relation im Auge zu behalten.
 
Ich habe Businesspläne und Rentabilitätsrechnungen für Kunden entweder eigenständig erstellt oder die gewünschten Kennzahlen ermittelt und bereitgestellt. Dabei hilft mir ein Excel-Tool: der XML-Kostenrechner, den ich im Laufe der letzten Jahre weiterentwickelt habe. Darin werden zunächst für jedes Objekt oder Projekt die jeweiligen Kennzahlen wie z.B. interne Lohnkosten oder Softwarekosten erfasst und dann anhand von verschiedenen Szenarien über mehrere Jahre der Break Even ermittelt und grafisch dargestellt. Ein solches Ergebnis könnte so aussehen:
 
Kosten-Nutzen-Relation
Die Ermittlung der Rentabilität ist in verschiedenen Phasen eines Projektes sinnvoll. Zunächst wird ja in der Regel ein Business Case entwickelt mit einem Szenario zur betriebswirtschaftlichen Beurteilung einer Investition. Dieser wird der Geschäftsführung eines Unternehmens vorgelegt und muss die Aussichten auf Gewinn hinreichend überzeugend begründen, um genehmigt zu werden. In einem Business Case müssen Annahmen über die Investitionskosten und die mit seinen Ergebnissen erzielten Erträge getroffen werden. Daraus können dann Aussagen über den Return on Invest oder die Amortisationszeit des Projektes getroffen werden.
 
Wenn eine grundsätzliche, unternehmerische Entscheidung getroffen ist, sollte die Rentabilitätsrechnung konkretisiert werden. Dann geht es im Rahmen der Sollkonzeption darum, bestimmte Systeme anzuschaffen oder die Prozesse umzustellen. Die Kosten und Einsparungen können genauer beziffert werden und in verschiedenen Lösungsszenarien durchkalkuliert werden. Auch nach Beendigung der Entwicklungsphase sollten die tatsächlichen Kosten noch einmal den zu erwartenden Einsparungen gegenübergestellt werden, um ggfs. an bestimmten Stellen noch Optimierungen vornehmen zu können.
 
Der XML-Kostenrechner muß auf Anforderungen und Gegebenheiten einzelner Unternehmen individuell angepasst werden. Ich biete einen Workshop an, um den XML-Kostenrechner vorzustellen und vor Ort anzupassen. Der Kostenrechner kann anschließend im Unternehmen verbleiben.
 
 
 
 
 
"There are many paths to profit." (Ferengi Erwerbsregel #92)