Spengler

Digitale Publikationsprozesse

  
  

Wissensmanagement: Neue Geschäftsfelder und Prozesse

Wissensmanagement hat sich in vielen Unternehmen als Wettbewerbsfaktor etabliert. Es ist ein weitgefächertes Thema, dass viele neue Entwicklungen umfasst (z.B. Wissensbilanzen / Balanced Score Card oder Entscheidungsunterstützung / Decision Making Support) und andere Bereiche streift (z. B. E-Learning, Content-Management, Semantic Web, Geschäftsprozessoptimierung, Communities). Einige neue Geschäftsfelder für Verlage und Informationsanbieter in diesem Bereich werden nachfolgend zusammengefasst:
>Content benötigen viele Unternehmen, die Wissensmanagement-Systeme für ihre Mitarbeiter aufbauen. Die Inhalte dienen natürlich zur Information der Mitarbeiter, aber auch dazu die Nutzung der Portale anzuregen. Ziel ist dabei auch, dass die Mitarbeiter künftig nur noch über ein System informiert werden, um eine bessere Kostenkontrolle über die Informationsbeschaffung zu haben und den Mitarbeitern einheitliche Zugangswege zu bieten. Viele Fachverlage haben allerdings noch keine Zweitvermarktungsstrategien entwickelt oder entsprechende Systeme aufgebaut (siehe Content Syndication). Dieses Geschäft wird bisher weitgehend Datenbankanbietern überlassen.
>Ontologien sind inzwischen wichtige Bestandteile der meisten auf der KnowTech vorgestellten Systeme und Anwendungen. Ontologien können beispielsweise mit Hilfe der Web Ontology Language (OWL) oder als Topic Map definiert werden. KnowHow und Manpower zum Aufbau dieser Wissensnetze sind in den Unternehmen aber meist noch unzureichend vorhanden. Hier könnten beispielsweise die umfangreichen Registerbestände in Verlagen hilfreiche Grundlage für den Aufbau einer Ontologie sein.
>XML ist natürlich relevant als Datenformat aber auch im Zusammenhang mit Webservices (WSDL). Diese werden genutzt beim Aufbau von Wissensmanagement-Systemen, da diese i.d.R. eine Vielzahl unterschiedlichster Daten in verschiedenen Systemen zusammenfassen müssen. Die prozessorientierte Integration heterogener Systeme und Daten unter einer personalisierten Nutzersicht wird dabei inzwischen oftmals dem bislang propagierten „Monster-Datenwarehouse“, das alle Daten einer Unternehmung enthält, vorgezogen. Diese Strategie kann auch unabhängig von der Einführung eines Wissensmanagement-Systems in Betracht gezogen werden, wenn es um Content Management geht.
 
Marion Spengler beschäftigt sich bereits seit Anfang der 90er Jahren während ihres Studiums der Information und Dokumentation an der FH Darmstadt mit Aspekten des Wissensmanagements. Beim Fraunhofer-Institut IPSI (damals noch GMD) hat sie prototypische Wissensnetze aufgebaut mit dem heutigen System K-Infinity von intelligent views, das sich damals noch in der Entwicklung befand. Bei der Verlagsgruppe Handelsblatt hat sie zuletzt für das neue Produkt steuer-journal.de eine einfache Topic Map aufgebaut, die sowohl dem Kunden als auch der Redaktion bei der Suche und Navigation helfen und aus denen als "Abfallprodukt" auch ein Jahresregister der Publikation generiert werden kann.
 
>Unterstützung beim Aufbau von Wissensnetzen/Taxonomien
>Evaluierung und Auswahl von Wissensmanagement-Systemen und -Methoden
>Beratung und Entwicklung für Content Syndication
>Prozessoptimierung, Webservice-Entwicklung
>Beratung rund um das Thema Wissensmanagement (Technology Scout)
 
wissensmanagement: Das Magazin für Führungskräftehttp://www.wissensmanagement.net
KnowTech Konferenzhttp://www.knowtech.net
Web Services Activity beim W3C (WSDL, SOAP u.a.)http://www.w3.org/2002/ws/
Online-Portal Wissensmanagementhttp://www.community-of-knowledge.de/
 
 
"A wise man can hear profit in the wind" (Ferengi Erwerbsregel Nr. 22)